Rezepte
update 15-09-2002
"Kleister
bereitet der Buchbinder selbst aus Weizenstärke mit kochendem Wasser. Von
dieser wird in einem flachen Gefässe, am besten einer Waschschüssel aus
Steinzeug oder emaillirtem Metall, je nach Bedarf eine für etwa acht Tage
erforderliche Menge mit so viel Wasser besprengt, dass nach dem Durchweichen und
Verrühren ein Brei in der Stärke von Bienenhonig sich ergibt. Dazu wird erst
langsam unter beständigem Umrühren, dann schneller siedendes Wasser gegossen.
Es ist nicht gut, das Wasser zu rasch zuzusetzen, da sonst der Kleister leicht
knotig wird, weil er nicht rasch genug verrührt werden kann und der Kleber sich
ungleichmässig entwickelt. Bei zu langsamem Zugiessen wird die Stärke nicht
rasch genug erwärmt und dickt nicht genügend oder nicht rasch genug, und der
Kleister wird zu dünn. Guter Kleister soll nach dem Erkalten nicht wie Pudding
steif sein, sondern sich leicht mit dem Pinsel aufstreichen lassen". (P.
Adam, Praktische Arbeiten http://www.ocist.com/Buchbinden/bibliogr.htm
: Seite 58)
Für billige
Arbeiten - Goldschnitte mit unechtem Gold: "Statt Eiweiss bedient man
sich des Blutwassers, welches man erlangt, wenn man Ochsenblut einige Tage
stehen lässt und das Klare davon filtriert." (P. Adam, Praktische Arbeiten
http://www.ocist.com/Buchbinden/bibliogr.htm
: Seite 58)
"Aluminium
wird mit Gelatinelösung - eine Tafel in ein Viertelliter Wasser -
aufgetragen." (P. Adam, Praktische Arbeiten http://www.ocist.com/Buchbinden/bibliogr.htm
: Seite 58)
"Das
Vergoldeeiweiß wird in gleicher Weise wie das Schnitteiweiß
zubereitet aber nach anderer Rezeptur: 1 Teil Eiweiß, 1 Teil Wasser und ein
Kaffeelöffel Essig. Zum Schutz gegen Fäulnis kann dem Eiweiß auch Salz,
Kampfer oder Borax zugefügt werden, gegen zu schnelles Trocknen 3 bis 4 Tropfen
Glyzerin." (Th. Henningsen, Handbuch, 171 http://www.ocist.com/Buchbinden/bibliogr.htm)
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